2016 – Der Sturm

„Der Sturm“ von Shakespeare

Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind;
Und dieses kleine Leben umfasst ein Schlaf.

In einer Zeit, in der nicht nur Überschwemmungen und Tornados uns zunehmend plagen, sondern auch politische Stürme Rücksichtslosigkeit, Machtgier und Bosheit aufkochen lassen, ist die Geschichte von Mailands Herzog Prospero und seiner Tochter Miranda, die von seinem machtgierigen Bruder Antonio und dem König von Neapel, Alonso, auf einer einsamen Insel ausgesetzt wurden, besonders berührend.

Mit magischen Kräften hat sich Prospero das rebellisch- triebhafte Sumpfgeschöpf Caliban und den freundlichen Luftgeist Ariel zu Dienern gemacht und überlebt als alleinerziehender Vater auf dem Eiland.

Nach 12 Jahren lenkt das Schicksal ein Schiff in Prosperos neuen Machtbereich; – an Bord Thronräuber Antonio, König Alonso mit Hofstaat und seinem Sohn Ferdinand. Durch einen magischen „Sturm“ versammelt Prospero all seine Feinde auf der Insel, die zum Brennglas der Leidenschaften wird, wo unschuldige Liebe, Hass, Mordlust, Verzweiflung und Reue toben.

Die Art, wie Prospero mit den herumirrenden Hofschranzen, Narren und Verliebten experimentiert, lässt Shakespeares Humor freien Raum und so wurde “Der Sturm“ als erste der Komödien an den Anfang der First-Folio-Ausgabe gestellt.

Auf dem Höhepunkt seiner Macht kann Prospero alle vernichten, doch er vergibt. Er zerbricht seinen Zauberstab, überlässt sich und alle anderen dem Schicksal und öffnet damit das Tor zu weiteren „Komödien“. Ein lächelnder Abschied über einem Abgrund von Melancholie.

Es spielen:
Prospero, Herzog von Mailand: Gunnar Petersen
Miranda, seine Tochter: Isabel Segmüller
Alonso, König von Neapel / Stefano, sein Butler:
Christoph Pabst & Catalina Navarro Kirner
Ferdinand, Sohn des Königs / Antonio, Prosperos Bruder: Tobias Ulrich
Ariel, ein Luftgeist / Trinculo, ein Hofnarr: Sven Schöcker
Caliban, ein Inselwesen / Gonzalo, Ratsherr des Königs: Beles Adam
Regie: Ioan C. Toma
Kostüme: Bonnie Tillemann
Fassung: Ioan C. Toma & Bonnie Tillemann
Bühne: Peter Schultze
Musik: Sven Schöcker